Warum Einzelhändler die Sortimentsplanung und die Finanzplanung zusammenführen sollten

Der Einzelhandel ist ein komplexes System. Kunden, Vertriebskanäle, Lagerbestände, Margen, Werbeaktionen, Retouren, Liquidität. Die Schwierigkeit besteht darin, dass oft verschiedene Teams für unterschiedliche Bereiche dieses Gesamtbildes zuständig sind. Merchandising und Finanzen sind ein perfektes Beispiel dafür.

Beide Bereiche verfolgen zwar dieselben Geschäftsziele, arbeiten jedoch häufig mit unterschiedlichen Systemen, unterschiedlichen Planungszyklen und unterschiedlichen Sichtweisen auf die Zahlen. Das führt in der Regel zu einem Ergebnis: Es wird viel Zeit darauf verwendet, Pläne abzustimmen, anstatt sie zu verbessern.

Bei bdg stellen wir fest, dass immer mehr Einzelhändler dieselbe Frage stellen:  Warum planen Merchandising und FP&A immer noch dasselbe Geschäft an unterschiedlichen Orten?Wir helfen Unternehmen dabei, die Warenplanung und die Finanzplanung in einem vernetzten System zusammenzuführen. Und wenn das geschieht, sind die Vorteile ganz konkret.

Zwei Teams, eine geschäftliche Realität

Merchandising und Finanzen verfolgen keine getrennten Ziele.

  • Merchandising-Teams konzentrieren sich auf Nachfrage, Lagerbestände, Vertriebskanal-Performance und Handelsentscheidungen. 
  • Finanzteams konzentrieren sich auf Prognosen, Rentabilität, Cashflow und das übergeordnete Finanzbild. 

Unterschiedliche Blickwinkel, dasselbe Geschäft.

Die Herausforderung besteht darin, dass diese Teams oft auf isolierte Tools und Tabellenkalkulationen zurückgreifen. Anstatt also auf der Grundlage gemeinsamer Annahmen zu arbeiten, müssen sie Zahlen manuell übersetzen, anpassen und erklären.

Das ist kein Problem der Zusammenarbeit. Es ist ein Problem der Planungsgestaltung.

Warum die Planung im Einzelhandel vernetzt sein muss

Bei der Einzelhandelsplanung geht es nicht nur um Umsatz und Kosten auf aggregierter Ebene. Es geht darum zu verstehen, wie operative Faktoren die finanziellen Ergebnisse beeinflussen.

Marketingausgaben beeinflussen die Kundenakquise. Das Kundenverhalten beeinflusst die Nachfrage. Die Nachfrage wirkt sich auf den Versand aus. Der Versand beeinflusst die Umsatzrealisierung. Retouren wirken sich auf Margen und Rückstellungen aus. Bestandsentscheidungen beeinflussen das Betriebskapital und die Liquidität.

Deshalb benötigen Einzelhändler mehr als ein Standard-FP&A-Modell. Sie benötigen einen vernetzten Planungsansatz, der widerspiegelt, wie der Einzelhandel tatsächlich funktioniert.

Eine einheitliche Plattform kann Unternehmen dabei helfen, diese beweglichen Teile miteinander zu verknüpfen, sodass Teams auf der Grundlage derselben Daten, derselben Logik und derselben wirtschaftlichen Realität planen.

💡Die klassische Diskrepanz: Nachfrage vs. Disposition

Eines der deutlichsten Beispiele für die Diskrepanz zwischen Merchandising und Finanzwesen ist das Verhältnis von Nachfrage und Versand.

Merchandising-Teams planen häufig auf Basis der Nachfrage. Finanzteams benötigen hingegen möglicherweise eine versandbasierte oder finanziell ausgewiesene Sichtweise. Beide Ansätze sind berechtigt, doch wenn diese Sichtweisen in getrennten Modellen verfasst sind, wird die Abstimmung sehr schnell zu einer mühsamen Angelegenheit.

Ein vernetztes Planungssystem ermöglicht es Einzelhändlern, diese Lücke angemessen zu schließen. Es kann aufzeigen, wie sich die Nachfrage durch Stornierungen, Retouren und den Versandzeitpunkt verändert, um die richtige finanzielle Sichtweise zu schaffen, ohne dass ein Team gezwungen ist, auf die für es wichtigen Kennzahlen zu verzichten.

Mit anderen Worten: weniger Notlösungen in Tabellenkalkulationen und weniger Besprechungen, die als „nur eine kurze Zahlenüberprüfung“ bezeichnet werden.

Was Einzelhändler von einem Planungssystem profitieren

Die Zusammenführung von Sortimentsplanung und FP&A bietet Einzelhändlern einen stärker vernetzten Ansatz für Planung und Umsetzung.

  • Dies verbessert die Transparenz, da die Finanzabteilung die Treiber hinter dem Handelsplan erkennen und die Sortimentsplanung die finanziellen Auswirkungen ihrer Entscheidungen nachvollziehen kann.
  • Es reduziert den manuellen Abstimmungsaufwand, da der Plan durch ein einziges vernetztes Modell fließt, anstatt zwischen Dateien und Teams kopiert zu werden.
  • Es stärkt die Szenarioplanung, da Unternehmen verschiedene Ergebnisse in Bezug auf Umsatz, Marge, Bestand und Liquidität testen können, ohne alles von Grund auf neu aufbauen zu müssen.
  • Und es unterstützt eine bessere Entscheidungsfindung, da die Mitarbeiter weniger Zeit damit verbringen, darüber zu diskutieren, welche Zahl richtig ist, und mehr Zeit damit, auf das zu reagieren, was die Zahlen ihnen sagen.

Ein System, aber keine Einheitslösung

Natürlich arbeitet jeder Einzelhändler anders.

Manche sind filialorientiert, andere setzen auf Digital First. Manche setzen stark auf Werbeaktionen, andere verfolgen eine margenorientierte Strategie. Modehändler planen anders als Kaufhäuser oder Elektronikgeschäfte.

Deshalb ist Flexibilität so wichtig.

Das Ziel ist nicht, jeden Einzelhändler in dieselbe Schablone zu pressen. Es geht darum, einen vernetzten Planungsrahmen zu schaffen, der die tatsächlichen Geschäftsabläufe widerspiegelt und gleichzeitig Merchandising und Finanzen enger zusammenführt.

Genau hier kann eine flexible Plattform wie Board, kombiniert mit Fachwissen im Einzelhandel, einen echten Unterschied machen.

💡 Abschließender Gedanke

Einzelhändler brauchen keine noch stärker isolierte Planung. Sie brauchen eine besser vernetzte Planung.

Wenn Merchandising und Finanzen im selben System arbeiten, mit gemeinsamen Daten und aufeinander abgestimmter Logik, können Unternehmen ihre Transparenz verbessern, manuellen Aufwand reduzieren und schneller bessere Entscheidungen treffen.

Dies ist derzeit ein wichtiger Schwerpunkt für uns: Wir helfen Einzelhändlern dabei, Merchandise-Planung und FP&A auf einer Plattform zusammenzuführen, damit sie mit mehr Sicherheit planen und schneller auf Veränderungen reagieren können.

Denn im Einzelhandel endet die Planung desselben Geschäfts an zwei verschiedenen Orten selten gut.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Merchandise-Planung und FP&A?

Die Merchandise-Planung konzentriert sich auf Handel, Lagerbestände, Nachfrage und Produktleistung. FP&A konzentriert sich auf Budgetierung, Prognosen, Rentabilität und finanzielle Leistung. Im Einzelhandel sollten beide Bereiche eng zusammenarbeiten.

Ein vernetzter Ansatz verbessert die Transparenz, reduziert manuelle Abstimmungen, unterstützt die Szenarioplanung und hilft den Teams, schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen.

Ja. Merchandising und Finanzen können auf derselben Plattform arbeiten und dennoch unterschiedliche Ansichten, Workflows und Kennzahlen nutzen, die für ihre jeweiligen Rollen relevant sind.

Er verdeutlicht, wie unterschiedlich zwei Teams den Umsatz betrachten können. Ein vernetztes System hilft Einzelhändlern, diese Sichtweisen zu überbrücken und die finanziellen Auswirkungen klarer zu verstehen.

Nein. Dieser Ansatz funktioniert in der Mode, im allgemeinen Warenhandel, in der Elektronik und in anderen Einzelhandelsbranchen. Der Schlüssel liegt darin, das Modell auf das jeweilige Unternehmen zuzuschneiden.

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