Predictive Planning – Näher an der Glaskugel

Die Unbeständigkeit der Märkte und des gesamten Unternehmensumfelds sind im Rahmen der Unternehmensplanung große Herausforderungen. Trends, kurze Innovationszyklen und die generelle Schnelllebigkeit der gesamten Gesellschaft erfordern unmittelbare Reaktionen auf veränderte Bedingungen.

Predictive Planning

Zukunftsplanungen und darauf beruhende Entscheidungen müssen daher in verhältnismäßig kurzen Abständen stattfinden und aktuelle Entwicklungen mit einbeziehen. So lassen sich Chancen und Risiken rechtzeitig erkennen, Fehlentscheidungen vermeiden und Kosten sparen. Predictive Planning ist ein Planungstool, das diesen Anforderungen gerecht wird. Die Methode basiert auf Daten aus der Vergangenheit. Sie legt den Schwerpunkt jedoch auf Simulationen von Zukunftsszenarien, die sich in kurzen Zeitabständen durchführen lassen. Voraussetzung für ein funktionierendes Predictive Planning ist eine stets aktuelle Datenbasis. Die Planungsmethode eignet sich für verschiedene Branchen und Unternehmensformen.

Wie funktioniert Predictive Planning?

Predictive Planning ist durch die Konzentration auf das Wesentliche charakterisiert. Das Prinzip besteht in der wiederholten Durchführung von Simulationen auf der Basis historischer Informationen und Daten. Die Grundlagen für diese Methode bilden statistische Verfahren und Mustererkennungen. Es kommt darauf an, wichtige Einflussgrößen, Abhängigkeiten und Ursache-Wirkungs-Beziehungen zu identifizieren. Auf dieser Basis lassen sich Zukunftsszenarien simulieren und die Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen auf zukünftige Entwicklungen werden sichtbar. Als Ausgangsdaten dienen nicht nur unternehmensinterne Größen, sondern auch Informationen über Marktentwicklungen und andere externe Einflüsse. Wichtig ist das regelmäßige Durchspielen der Simulationen, ob quartalsweise, monatlich oder bei Bedarf auch öfter. Dabei ist es sinnvoll, mehr Wert auf die wesentlichen Einflüsse als auf Detailtreue zu legen. Die Datenbasis muss jedoch immer aktuell sein. Der Simulation und Planung folgt die Umsetzung der als erfolgversprechend erkannten Maßnahmen.

- bdg insights

Welche Effekte hat das Predictive Planning?

Predictive Planning schafft mehr Flexibilität und Transparenz. Trends lassen sich rechtzeitig erkennen und die Schnelllebigkeit der Märkte verursacht seltener Überraschungen, da Frühindikatoren für bestimmte Marktentwicklungen in die Planung einfließen können. Die häufige Durchführung softwaregestützter Simulationen zeigt Entwicklungen des Unternehmensumfeldes früh genug auf und unterstützt so die richtigen Entscheidungen, beispielsweise im Hinblick auf Ressourcenplanungen, Investitionsentscheidungen oder Marketingmaßnahmen. Schwachstellen lassen sich durch Predictive Planning leichter identifizieren und beseitigen und Potentiale sind eher nutzbar. Saisonale Schwankungen und anders bedingte außergewöhnliche Abweichungen erkennt man als solche. Auch Auswirkungen auf die Abläufe innerhalb des Unternehmens werden frühzeitig deutlich, sodass sich beispielsweise die Organisation optimieren oder die Budgetierung anpassen lässt.

Unterstützung durch Software

Eine leistungsstarke Analyse- und Planungssoftware ist die Voraussetzung für ein funktionierendes Predictive Planning. Die Simulationsprozesse laufen auf der Basis einer großen, oft unstrukturierten Datenmenge ab. Die Herausforderung besteht deshalb zunächst darin, eine einheitliche, leicht aktualisierbare Datenbasis zu schaffen und dabei Redundanzen zu vermeiden. Auswertungen und Simulationen erfolgen dann nach verschiedenen Kriterien. Gespeicherte Resultate können auch in zukünftige Berechnungen einfließen und noch genauere Analysen ermöglichen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich die Planungsergebnisse nach Belieben visualisieren und übersichtlich darstellen lassen.

Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung des Predictive Planning in Ihrem Unternehmen. Dazu gehört die Einrichtung einer einheitlichen Datenbasis ebenso wie die Anpassung der IT-Unterstützung an individuelle Erfordernisse.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Ihr Unternehmen auf der Grundlage einer vorausschauenden Planung flexibler und anpassungsfähiger werden soll.

RELATED POSTS

Treiberbasierte Wärmeplanung: Wie Absatz, Erlöse und CO₂ der Fernwärme zusammenfinden

Die Wärmeplanung wird für Energieversorger zunehmend zur strategischen Steuerungsaufgabe: Netzausbau, neue Anschlüsse, volatile CO₂-Kosten und regulatorische Anforderungen müssen in einer konsistenten Wirtschaftsplanung zusammengeführt werden. Die gute Nachricht: Mit einer treiberbasierten Wärmeplanung lassen sich Absatz, Erlöse, Erzeugung und CO₂-Kosten in einem durchgängigen Modell abbilden. Veränderungen bei Klima, Tarifen oder CO₂-Preisen werden sofort sichtbar und schaffen die Grundlage für belastbare Investitionsentscheidungen, valide Szenarien und eine gemeinsame Datenbasis für Vertrieb, Erzeugung und Finance.

Charles Tyrwhitt modernisiert das Merchandise Planning

Der britische Herrenausstatter Charles Tyrwhitt nutzte die Board-Software bereits seit mehreren Jahren, doch die bestehende Lösung war durch ungenutzte Elemente veraltet, komplex und langsam geworden. Ziel des Projekts beim Multi-Channel-Retailer war es daher, die bestehende Board-Lösung zu vereinfachen, an aktualisierte Prozesse anzupassen sowie Geschwindigkeit, Flexibilität und Funktionalität durch den Einsatz von Board Accelerators, d.h. präkonfigurierten Lösungsmodulen, zu verbessern.

Merchandise Planning neu gedacht

Die traditionsreiche Herrenmodemarke Hawes & Curtis hat sich mit bdg zusammengetan, um ihre Umsatz- und Bestandsplanung zu modernisieren. Anstelle von Excel setzten sie auf einen optimierten, datengestützten Ansatz, der die Transparenz und Effizienz im gesamten Planungsprozess steigerte.

Das Ergebnis? Klarere Einblicke, reibungslosere Arbeitsabläufe und ein neues Maß an Zuversicht bei der Planung.

Warum Einzelhändler die Sortimentsplanung und die Finanzplanung zusammenführen sollten

Merchandising und Finanzabteilung planen oft dieselbe Einzelhandelsrealität aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Durch die Verknüpfung von Sortimentsplanung und Finanzplanung (FP&A) in einem System können Einzelhändler den manuellen Abstimmungsaufwand reduzieren, geschäftliche Annahmen aufeinander abstimmen und schnellere Entscheidungen in Bezug auf Nachfrage, Versand, Margen, Lagerbestände und Liquidität treffen.

Available in 4 locations 

Select your location