5 Vorteile von Framework-Lösungen

Beim Thema Software-Implementierung stößt man häufig auf den Begriff „Framework-Lösung“ – aber was ist das eigentlich genau? Wir erklären Ihnen das Konzept – und seine Vorteile!

Eine Framework-Lösung ist weder ein installationsfertiges Programm, noch ist sie vollkommen individuell programmiert – sie besteht aus einem vorgefertigten Rahmen (daher Framework), der mit Integrationslogiken gefüllt werden muss. Das konkrete Aussehen, die Grenzen oder Möglichkeiten des Rahmens werden von der zugrundeliegenden Software bestimmt.

 

Framework Solutions – einfach erklärt

Eine BI- oder EPM-Lösung zu entwickeln ist ein wenig wie Hausbauen. Es gibt einen Grundriss, der mehr oder weniger feststeht, Räume, die Sie nach Belieben ausstatten können, und je nachdem, wie groß die Ziegel sind, mit denen Ihr Haus gebaut wird, kann es schnell gehen oder länger dauern. In Fertigbauweise kann Ihr Haus in Rekordzeit fertig werden, gleichzeitig verlieren Sie Flexibilität beim Grundriss, den Räumen, der Deckenhöhe usw. Beim Einzug muss gegebenenfalls ein Sofa zurückbleiben, wenn es keinen Platz findet, und Sonderwünsche sind meist schwierig umzusetzen. Mit kleineren Ziegeln haben Sie die volle Freiheit Ihr Haus zu bauen, wie sie möchten, sofern die Schwerkraft es zulässt. Ganz ähnlich sind Software-Lösungen, es gibt kleine Ziegel (Framework Solutions) und Fertigbauten (Out-of-the-box-Lösungen) – und alles dazwischen.

 

#1: Flexibilität

Eine Framework-Lösung kann prinzipiell alles im Bereich der Business Intelligence leisten, was technisch möglich ist. Sie kann Skalierbarkeit berücksichtigen, hochkomplexe Prozesse automatisieren und besondere Unternehmensstrukturen unterstützen. Sie kann einige wenige Kernprozesse optimieren und ganze Organisationsbereiche verzahnen. Von der reinen Datenaufbereitung bis hin zur umfangreichen Planung ist alles möglich. Grenzen ergeben sich einerseits durch die verwendete Basissoftware, andererseits durch den Implementierungsaufwand und die entstehenden Kosten.

 

#2: Kosten

Noch einmal zum Häuserbau: Fertigbau ist günstiger als Stein auf Stein. Nur: eine Kleinfamilie kann sich das Hochhaus auch in Fertigbauweise nicht leisten – und braucht ja auch keines. Eine „Out-of-the-box“-Software-Lösung ist da ähnlich. Sie passt perfekt, wenn Ihr Unternehmen den richtigen Reifegrad erreicht, vorher ist sie zu teuer. Eine Framework-Lösung ist eher wie ein Einfamilienhaus. Aber Software kann mit wenig Arbeitsaufwand angepasst werden: Wenn Ihre Familie wächst, vergrößern Sie das Haus – oder duplizieren die Räume, vielleicht setzen Sie noch ein Stockwerk obendrauf – copy & paste – willkommen beim digitalen Häuserbau. Dadurch ist eine skalierbare Framework Solution vergleichsweise günstig und kann in einem niedrigeren Maturity Level implementiert werden.

 

#3: Skalierbarkeit und „Learning System“

Eine Framework-Lösung kann naturgemäß wachsen. Noch besser: Wenn Sie professionell implementiert und angebunden ist, wächst sie von selbst. Alle Prozesse, die Sie mit Ihrer Applikation durchführen, werden in den Satz historischer Daten überführt, wo sie für zukünftige Prozesse bereitstehen. Wir nennen das „Learning System“. Ein Anwendungsbeispiel dafür finden Sie hier.

 

#4 API-Integration

Mit einer Framework-Lösung können Sie nahezu alle Vorsysteme anbinden und bisherige Insellösungen auf einer einzigen, zentralen Plattform zusammenbringen. Gleichzeitig können viele Insellösungen direkt ersetzt werden. Die große Freiheit und Flexibilität der Software  [LS1] [KG2] erlaubt zudem, verschiedene Unternehmensbereiche und Abteilungen in einem gemeinsamen System zu verzahnen.

 

#5 Self-Service

Das Haus selbst bauen? Schwierig. Besser wendet man sich vertrauensvoll an einen erfahrenen Architekten, um den Bau zu planen und zu modellieren.
An das fertige Haus einen neuen Raum anbauen oder eine Wand rausreißen ­– das geht schon eher. Eine korrekt aufgesetzte BI- oder CPM-Lösung können Sie mit eigens geschulten Administratoren in Ihrem eigenen Team weiterentwickeln. Abhängig von der verwendeten Software sind Ihre Power-User sogar schon an der Erstentwicklung beteiligt und können so bei der gemeinsamen Arbeit mit den „Bauarbeitern“ genau lernen, wie die Lösung angelegt ist – und wie sie verändert werden kann. Self-Service BI ist günstiger, flexibler und stabiler als eine Applikation, die auf externen Support angewiesen ist.

 

Software-Suite, was heißt das?

Software-Suiten wie unsere bdg | Suites sind Sets von Templates, Modellen, Feature-Snippets und Prepackaged content, die aus der jahrelangen Erfahrung beim Implementieren von Framework-Solutions für spezielle Branchen (z. B. Retail, Energy) und Unternehmensbereiche (z. B. Finance, HR) entstanden sind. Anstatt jede Mauer aus neuen Ziegeln zu legen, kopieren wir ganze Mauerabschnitte, die wir schon einmal gebaut haben. Klar, jede Applikation ist anders; und trotzdem gibt es immer wiederkehrende Elemente – Dashboards, Reporting-Funktionen oder typische Datenstrecken, Geschäftslogiken, Workflows und Modelle. Alle sind vollkommen flexibel anpassbar – sie sind sogar darauf ausgelegt –, aber durch den relativ hohen Vorfertigungsgrad geht auch die Anpassung viel schneller. Unsere bdg | Suites verbinden die Geschwindigkeit der Fertigbauweise mit der architektonischen Freiheit von Ziegeln und sind dabei schneller und günstiger in der Implementierung, ohne an Anpassungsfähigkeit zu verlieren.

Cover Success Story bdg Zalando

Wie wirkt sich eine Framework-Lösung in der Praxis aus?

Nachhaltig optimiertes Category Planning: mit einer individualisierten Framework Lösung bei Zalando – mehr in unserer Success Story.

Einzelhandel Planung Übersicht

Framework-Lösungen im Kontext: Einzelhandel

Jede Branche hat eigene Anforderungen und Framework-Lösungen können die besonderen Bedürfnisse abdecken und individuelle Geschäftsmodelle und -Werte abbilden. Ein Beispiel aus der Welt des Einzelhandels gibt es in unserem Whitepaper. zum Whitepaper